Das Zuchtprojekt "Retromops“ entstand in der Zuchtstätte "vom Bromberg" mit dem Ziel, den heutigen Standardmops durch die Einzucht einer Fremdrasse und anschließender Rückzucht auf die Rasse Mops aus dem in vielen Fällen quälenden Extrem des Standards zu führen.

 

Standardmops heute
Standardmops heute
Standardmops 1915, Brehms Tierleben
Standardmops 1915, Brehms Tierleben

Im Jahre 2006 entwickelte sich aus diesem Projekt dann der Züchterkreis für den Retromops (ZKR Retromops® als erster und einziger Spezialverbund für die Zucht des Retromopses), der seitdem in Gemeinschaft daran arbeitet, den ursprünglichen Mopstyp wieder auferstehen zu lassen. Dabei spielen wissenschaftliche Erkenntnisse der Populationsgenetik wie tradierte Zuchtmethoden als da wären Ein- und Auszuchtmaßnahmen sowie strenge Selektion der zur Zucht geeigneten Tiere die übergeordnete Rolle.

Die ersten Vertreter der Retro-Bewegung entstanden zunächst unter Einfluss des Parson Russell Terriers, welcher dann züchterisch anteilig wieder zugunsten des Mopses zurückgedrängt wurde. 

Der Parson Russell Terrier wurde ganz bewusst wegen seiner außerordentlichen Genvielfalt zur Einzucht gewählt. Er gehört zu den wenigen Hunderassen die bislang nicht zum Modehund wurden und dementsprechend nie ausschließlich auf „Showschönheit“ sondern auf Arbeitstauglichkeit sprich Leistung und damit quasi zwangsläufig auf Gesundheit gezüchtet wurden.

 

Die genetische Vielfalt ist auch der Grund dafür, dass diese Hunde oft so deutlich in ihrem Aussehen variieren. Wer diese Tiere kennt, weiß, dass sie - aus einer guten Zucht kommend und richtig geführt - zwar lebhaft und agil aber keinesfalls überdreht oder unkontrollierbar sind. Im Gegenteil, ein solcher Hund musste schließlich „arbeiten“, was neben einer gewissen und nicht abzustreitenden terriertypischen Eigenständigkeit auch eine große Kooperationsbereitschaft voraussetzte.

 

Charakterlich ist der Retromops ein freundlicher, aufgeschlossener Begleithund, der leicht zu führen ist und keinesfalls durch die Einzucht des Parson Russell Terriers seine „mopstypischen“ Eigenschaften verloren hat. Unsere Nachzucht ist friedlich, intelligent, verspielt und das von Gegnern unserer Zuchtrichtung mitunter eingebrachte Argument des "Wesensverlustes" lässt sich nicht halten.

Die Hunde sind wieder Möpse wie wir sie aus historischen Beschreibungen, Abbildungen und Darstellungen kennen - mit der Figur eines Hundes und prominenter Fangpartie.

 

Die ZKR Retromopszüchter haben sich für diesen Zuchtweg entschieden, der fundiertes Wissen und liebevolles Engagement erfordert, damit der Mops als uralte und wertvolle Rasse eine Zukunft hat! Er ist für sie Weltkulturgut und hat es verdient in seiner ursprünglichen Form bewahrt zu werden, bevor er möglicherweise als Qualzucht verboten werden muss.

Die Zuchtgemeinschaft deklariert und dokumentiert ALLE Zuchttiere und hält es einerseits für feige und unehrlich, heimlich Fremdeinzuchten zu nutzen – andererseits im Sinne einer seriösen Zuchtarbeit auch für kontraproduktiv, so zu tun als seien solche Nachzuchten überhaupt reinrassig zu erreichen. 

 

 

Der ZüchterKreis Retromops (ZKR) ist der erste und einzige Spezialverband für die Zucht des Retromopses.